Kraftfahrtbundesamt stoppt Verkauf betrügerischer Diesel-Nachrüstfilter - Was bedeutet das für die Autofahrer?
Am vergangenen Freitag (12. Oktober 2007) hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) erste Konsequenzen aus der Überschwemmung des Nachrüstfilter-Marktes für Diesel-Pkw mit Betrugsfiltersystemen gezogen und die amtliche Betriebserlaubnis von zunächst fünf Filtersystemen der Firma GAT für erloschen erklärt. Dies bedeutet, dass anerkannte Kfz-Werkstätten diese Filter nicht mehr einbauen dürfen.
Anlässlich unserer Pressekonferenz wollen wir erläutern, was die Entscheidung des KBA für die voraussichtlich bis zu 60.000 Halter von Diesel-Pkw bedeutet, die ihre Diesel-Pkw mit Billigsystemen mit nur mangelhafter oder katastrophal schlechter Filterwirkung nachgerüstet haben. Wir geben Hinweise, wie die nun amtlich bestätigten Betrugsfilter von den betroffenen Autobesitzern erkannt werden können und erklären, warum eine umfassende Rückrufaktion unumgänglich sein wird. Außerdem wollen wir über Vorgeschichte und Hintergründe der von der DUH bereits vor zwei Monaten bekannt gemachten Betrugswelle berichten.
Die DUH wird weiter schließlich zentrale Maßnahmen vorstellen, mit denen die Bundesregierung sicherstellen kann, dass nun umgehend alle aktuell vertriebenen Betrugsfilter vom Markt verschwinden und neue keine Chance mehr erhalten. Wir halten dies für dringend erforderlich, damit nicht am Ende die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern insgesamt diskreditiert wird und der Nachrüstmarkt zusammenbricht - zu Lasten der Menschen, die in den Feinstaub-belastungszonen leben und arbeiten und einen Anspruch auf saubere Luft haben.