Wirtschaftsverband: Costa Rica hat globale CO2- Rallye der L?nder ausgel?st.
Als erstes Land der Erde strebt der mittelamerikanische Staat Costa Rica eine ausgeglichene Bilanz beim Aussto? des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) an und wird damit zum Vorbild f?r die westlichen Industrienationen, lobt Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender der gr??ten Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa, dem Bundesdeutschen Arbeitskreis f?r Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.). Staatschef Oscar Arias will Costa Rica bis 2021 zum CO2-neutralen Land entwickeln und damit Norwegen ?berholen, das seinen Netto-Aussto? an Kohlendioxid erst bis zum Jahr 2050 auf Null senken will. "Costa Rica hat eine globale Rallye ausgel?st, welches Land in welchem Jahr die CO2-Neutralit?t erreicht, der sich k?nftig kaum noch ein Staat wird entziehen k?nnen", sagt Prof. Dr. Maximilian Gege, und hofft, dass sich "Deutschland in dieser historischen Skala auf den vorderen R?ngen einreiht".
Das zentralamerikanische Urlaubs-Paradies will sein ehrgeiziges Ziel unter anderem durch die Stilllegung von Kraftwerken erreichen, die mit fossilen Brennstoffen wie Kohle betrieben werden. Zudem ist die F?rderung von Autos mit Hybrid-Antrieb geplant, um den durch den Stra?enverkehr hervorgerufenen CO2-Aussto? zu drosseln. In der Industrie und der Landwirtschaft ist ebenfalls eine Absenkung der Emissionen geplant. "Einige der von Costa Rica geplanten Ma?nahmen k?nnten auch in Deutschland erfolgreich realisiert werden. Weitere Chancen liegen in einer radikalen Nutzung der Energie- und Materialeffizienz und erneuerbaren Energien sowie der Kraft-W?rme-Kopplung. Mit dem von B.A.U.M. vorgeschlagenen Zukunftsfonds plus R?ckzahlung durch schnell erzielte Einsparungen sowie 5 Prozent sicherer Zinsertr?ge f?r die Anleger w?re das Programm problemlos finanzierbar", sagt Prof. Dr. Maximilian Gege. Costa Rica erzeugt schon heute 78 Prozent seiner Energie aus Wasserkraft und weitere 18 Prozent aus Erdw?rme. "Eine Quote erneuerbare Energien, von der Deutschland nur tr?umen kann, die aber - wenngleich mit anderen Schwerpunkten auch - erreichbar w?re", meint Gege. F?r unerreichbar h?lt er hingegen den CO2-Ausgleich durch Baumbestand: 51 Prozent der Landesfl?che von Costa Rica sind von Wald bedeckt. "Diese Zielmarke ist f?r Deutschland sicherlich unrealistisch", r?umt Prof. Dr. Maximilian Gege ein. Im Unterschied zur Brandrodung in vielen L?ndern S?damerikas und Asiens wird in dem mittelamerikanischen Umweltschutz-Vorbildstaat seit Jahren aufgeforstet.
B.A.U.M., der Bundesdeutsche Arbeitskreis f?r Umweltbewusstes Management e.V., wurde 1984 als erste ?berparteiliche Umweltinitiative der Wirtschaft gegr?ndet und ist heute mit rund 450 Mitgliedsfirmen europaweit die gr??te ihrer Art. Ziel ist die Sensibilisierung f?r den Umweltschutz und die nachhaltige Entwicklung sowie die Verbreitung und Weiterentwicklung der vorsorgenden umweltorientierten Unternehmensf?hrung. Die Mitglieder f?hren ihr Unternehmen nach dem B.A.U.M.-Kodex f?r umweltbewusste Unternehmensf?hrung. Das 1990 von B.A.U.M. initiierte International Network for Environmental Management (INEM) koordiniert die Aktivit?ten in 26 L?ndern. Weitere Informationen: Bundesdeutscher Arbeitskreis f?r Umweltbewusstes Management e.V., Osterstra?e 58, 20259 Hamburg, Tel. 040 / 49 07 - 11 00, Fax 040 / 49 07 - 11 99, E-Mail info@BAUMeV.de, Web: www.BAUMeV.de.