Gabriel fordert mehr Zust?ndigkeiten f?r die Umweltpolitik.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fordert angesichts der drohenden Klimakatastrophe mehr Zust?ndigkeiten f?r sein Ressort. In der ZEIT schreibt Gabriel: "Es geht darum, das fragmentierte Denken in Ressortzust?ndigkeiten wenigstens teilweise zu ?berwinden und der Entgrenzung von Umweltpolitik Rechnung zu tragen." Gabriel erinnert daran, dass die britische Au?enministerin Margaret Beckett bereits alle gro?en au?enpolitischen Aufgaben "von der Sicherheit der Wasserversorgung bis hin zu neuen Formen des internationalen Terrorismus" mit "dem Auftauen der Dauerfrostb?den und der Zunahme von Extremwettern in Verbindung gebracht" habe.
Der SPD-Politiker macht klar, die Umweltpolitik k?nne nicht mehr zu den "weicheren" Politikfeldern gez?hlt werden wie noch in den neunziger Jahren. "Heute ist sie als 'hartes' Thema ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Aber die neuen Verkn?pfungen mit Sozial-, Au?en-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik m?ssen auch institutionelle Folgen zeitigen", fordert Gabriel, ohne seinen Vorsto? genauer auszumalen. In der Bundesregierung gibt es seit Monaten Spannungen zwischen Gabriel und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), die beide f?r Teile der Energiepolitik zust?ndig sind.
Gabriel schreibt in der ZEIT, Umwelt und Wirtschaft d?rften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Er fordert eine Strategie, "die darauf setzt, Wachstum und die Emission von Treibhausgasen radikal zu entkoppeln". Dazu m?sse der technologische Fortschritt wiederentdeckt werden. Nur mit Technologiespr?ngen k?nne die "nachholende Entwicklung in weiten Teilen der Welt nicht zum Klima-Crash f?hren. Und nur auf diese Weise werden wir auch bei uns die Bereitschaft zum Strukturwandel bei Produktion und Konsumption erzielen."