Schwindender Steuervorteil setzt Biodiesel und Raps?l zu
15 Mai, 2007
Alternative im Abseits? Der schwindende Steuervorteil macht Biodiesel f?r Transporteure zunehmend uninteressant. Noch vor kurzem wurden Biodiesel und Raps?l als g?nstige Alternativen zu herk?mmlichen Kraftstoffen gefeiert.
Doch der schwindende Steuervorteil setzt dem Biodiesel zu - ein Schicksal, das nach Recherchen der VERKEHRSRUNDSCHAU auch das Raps?l treffen k?nnte. Die VERKEHRSRUNDSCHAU erscheint im Verlag Heinrich Vogel. F?r Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat die mobile Zukunft bereits begonnen: Er kann f?r seine Dienstreisen ein Brennstoffzellen-Fahrzeug nutzen - und unterst?tzt die Investitionen in diese futuristische Antriebstechnologie, bei der Deutschland f?hrend ist. Weniger rosig sieht es f?r die bereits heute allgemein verf?gbaren Kraftstoffalternativen aus: Die Beliebtheit von Biodiesel bei Transportunternehmen sinkt mit dem Grad der Steuerverg?nstigung, vor allem die gepressten Raps- und Soja-?le haben es zunehmend schwer.
Die Entwicklung f?r Raps- und Soja?le ist schwer einzusch?tzen: Einerseits prognostiziert das Bundesamt f?r G?terverkehr (BAG) "eine steigende Nutzung durch Transportunternehmen". Doch von den vom BAG befragten Unternehmen bef?rchten viele, dass die Pflanzen?le das gleiche Schicksal ereilen k?nnte wie Biodiesel. Der Rohstoff w?re zwar vorhanden - die Anbaufl?chen vergr??ern sich stetig. Doch wer die finanziellen Vorteile des Biokraftstoffs nutzen will, muss m?glichst bald umstellen. Denn mit der geplanten Erh?hung der Mineral?lsteuer auf Biokraftstoffe wird laut BAG-Untersuchung "der Absatzmarkt f?r den Biodiesel vollst?ndig einbrechen." Das Image von Raps?l als Kraftstoff leidet auch aus anderen Gr?nden: Bei Lkw kostet die Umr?stung laut BAG zwischen 3.500 und 5.200 Euro. Gleichzeitig werden die Serviceintervalle k?rzer - und manche Hersteller verweigern noch immer die offizielle Freigabe.
Probleme anderer Art mit dem pflanzlichen Dieselersatz sieht Dr. Ing. Axel Friedrich vom Umweltbundesamt. Der Abteilungsleiter f?r Verkehr, L?rm und Transport betrachtet Kraftstoffe der ersten Generation wie das Raps?l mit gro?er Skepsis: Es l?gen noch keine hinreichenden Studien ?ber die Kohlendioxidbilanz des Raps?lanbaus vor. Au?erdem stellen ihn auch die Emissionswerte des Diesel-Ersatzes nicht zufrieden. So h?lt Friedrich derzeit sparsameres und weniger Fahren f?r die "einzige L?sung", die wirklich umweltfreundlich ist.
Der Verlag Heinrich Vogel ist einer der f?hrenden Informationsanbieter f?r den Personen- und G?terverkehr, Verkehrsausbildung und -erziehung. Unter anderem werden Fachzeitschriften wie Trucker und LOGISTIK inside publiziert.