"CO2-Emissionen bewegen die Welt" / Audi- und VW-Werbung ist Hauptzielscheibe im BUND-Wettbewerb zur Verfremdung von Autoanzeigen Mercedes, BMW, Porsche - unter den Beitr?gen, die zum Adbusting-Contest des Bund f?r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eingingen, sind alle gro?en Automarken vertreten. Top-Platzierungen erreichten ver?nderte Werbemotive von VW und Audi. Im vom BUND und der Hamburger Werbeagentur "AlsterPartisanen" ausgerufenen Verfremdungs-Wettbewerb von Autoanzeigen wurden jetzt die Sieger ermittelt.
Im Visier der meisten Teilnehmer stand die Werbung deutscher Autohersteller - vor allem die von VW (19 Einsendungen), Audi (15), BMW (15) und Mercedes (13).
Den Wettbewerb entschieden die Besucher der entsprechenden Internetseite: Auf dem ersten Platz liegt Aleksandar Angelovskis Verfremdung einer Audi-Anzeige. Er gab ihr den Titel "CO2-Emissionen bewegen die Welt". Darauf ist ein Audi-Fahrer zu sehen, der aus dem Autofenster eine Erde in den Abfall wirft. Den zweiten Platz erreichte Michael Gasteiger mit einem Beitrag zur VW-Werbung. Der dritte Platz geht an Dr. Wolfgang Kaiser f?r eine weitere Audi-Verfremdung.
Einen Sonderpreis erh?lt der Kunstkurs der 12. Klasse des Gymnasiums im nordhessischen Schwalmstadt. Die Sch?lerinnen und Sch?ler beteiligten sich mit zahlreichen Motiven an dem Wettbewerb und organisierten sogar eine eigene Ausstellung dazu.
Norbert Franck, PR-Chef des BUND: "Wir sind von der Resonanz auf den Adbusting-Wettbewerb begeistert. Die Vielfalt der Beitr?ge und die Kreativit?t der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben uns sehr beeindruckt. Wenn die Konzerne endlich einen ?hnlichen Enthusiasmus f?r das Klima an den Tag legen w?rden wie die Teilnehmer, w?ren wir beim Schutz unseres Planeten einen gro?en Schritt weiter."
Hintergrund des Wettbewerbs ist die Modellpolitik der gro?en deutschen Autokonzerne, die bevorzugt Autos mit hohem Kraftstoffverbrauch bewerben. Wie eine Analyse des BUND ergab, verbrauchen die beworben Pkws im Durchschnitt neun Liter auf 100 Kilometer. Das entspricht 215 Gramm CO2 pro Kilometer.
Franck: "Damit bricht die Autoindustrie ihr eigenes Versprechen, das sie 1998 gegeben hat. Statt wie angek?ndigt den durchschnittlichen Verbrauch ihrer Neuwagen bis 2008 auf 5,7 Liter und damit den CO2-Aussto? auf 140 Gramm je Kilometer zu reduzieren, geben sie in die falsche Richtung Vollgas. Eine Kurskorrektur ist l?ngst ?berf?llig. Wir erwarten von den deutschen Autoherstellern, dass sie mit ihren Konkurrenten in einen Wettbewerb um die sparsamsten Modelle eintreten. Einige franz?sische Hersteller werben bereits damit, dass ihre Pkw m?glichst wenig CO2 aussto?en."
Alle Beitr?ge des Wettbewerbs und weitere Hintergrundinformationen sind im Internet unter www.bund.net/klimaschutz zu finden.
Pressekontakt: BUND-Verkehrsexperte Werner Reh: Tel. 030-27586-435 bzw.