CDU lenkt im Streit um Ru?filter-F?rderung ein Deutsche Umwelthilfe begr??t Entscheidung des Bundeskabinetts. Die Proteste von Umweltverb?nden und ?ffentlichkeit gegen die erneute Blockade der seit Jahren diskutierten steuerlichen F?rderung von Dieselpartikelfiltern durch die CDU/CSU Bundestagsfraktion zeigen Wirkung. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwochabend, den 29.11.2006, nun doch ein entsprechendes Gesetz. Die Nachr?stung von Diesel-Altfahrzeugen soll danach r?ckwirkend ab 1. Januar 2006 mit einem Steuernachlass von 330 EUR gef?rdert werden.
Allerdings gelingt es der Bundesregierung trotz des gew?hlten verk?rzten Gesetzgebungsverfahrens nicht mehr, die Regelung wie urspr?nglich zugesagt zum 1. Januar 2007 in Kraft treten zu lassen. In der Folge verz?gert sich auch der Zeitpunkt, zu dem die Strafsteuer f?r ungefilterte Diesel-Pkw von 1,20 EUR pro 100 ccm Hubraum f?llig wird auf den 1. April 2007. Dies bedeutet Mindereinnahmen von ca. 20 Millionen Euro f?r die L?nder. Nach der urspr?nglichen Planung sollte der inhaltlich identische Entwurf durch die beiden Regierungsfraktionen in den Bundestag eingebracht werden und zur Jahreswende Gesetz werden. Dies scheiterte nach einer pers?nlichen Intervention des Unions-Fraktionsvorsitzenden und baden-w?rttembergischen Bundestagsabgeordneten Volker Kauder.
"Die Deutsche Umwelthilfe begr??t den Sieg der Vernunft ?ber die Partikularinteressen r?ckst?ndiger Automobilunternehmen, die bis zuletzt eine Entscheidung ?ber die Ru?filter-Nachr?stung hintertrieben haben", so J?rgen Resch, Bundesgesch?ftsf?hrer der DUH. "Im Interesse der dieselru?geplagten B?rger muss das Gesetzge-bungsverfahren nun so schnell wie m?glich zu einem positiven Abschluss gebracht und mit der Nachr?stung der 9 Millionen Diesel-Altfahrzeuge begonnen werden. DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche ist nun doch mit seiner Absicht gescheitert, die Ru?filterf?rderung zu verhindern", freut sich Resch.
Noch im Mai 2006 hatte DaimlerChrysler in einem Schreiben an das Bundesumweltministerium auf Basis fadenscheiniger und l?ngst widerlegter Zahlen die Frage gestellt, "ob die Pkw-Nachr?stung aus Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten der beste L?sungsansatz sei". Mit erstaunlicher Offenheit erkl?rte der Konzern, worum es ihm eigentlich geht. Statt einer Nachr?ststrategie m?sse es gemeinsames Ziel von DaimlerChrysler und Bundesregierung sein "Altfahrzeuge ... schrittweise durch effiziente Fahrzeuge mit neuer Technologie (inkl. serienm??igen Partikelfilter) zu substituieren." Kurz: DaimlerChrysler wollte Neufahrzeuge verkaufen statt alte nachzur?sten.
Doch nicht einmal die Zusage, Neufahrzeuge nur mehr mit Partikelfilter auf den Markt zu bringen, h?lt die Automobilindustrie ein. DaimlerChrysler stellte in diesem Jahr bereits zwei Neuwagen ohne geregelten Partikelfilter vor: den Dodge Caliber und den Smart Diesel. Insbesondere gegen den als Stadtauto konzipierten "Dreck-spatz von Mercedes" protestieren immer mehr Politiker wie der verkehrspolitische Sprecher der gr?nen Bundestagsfraktion, Winfried Hermann und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und unterst?tzen die Forderung der DUH an DaimlerChrysler, den Smart endlich mit vollwirksamen Partikelfilter auf den Markt zu bringen.autorep.