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Dramatische Qualit?tsunterschiede bei der Nachr?stung von Diese

18 August, 2007

Die steuerliche F?rderung der Nachr?stung ohne ausreichende Kontrolle durch die ?ffentliche Hand f?hre offensichtlich dazu, dass minderwertige Billigsysteme auf den Markt kommen, die nur ?ber eine unzureichende Filterwirkung verf?gen.


Vor dem Feinstaub-Herbst - Deutsche Umwelthilfe fordert beschleunigte Nachr?stung von Dieselstinkern und warnt vor minderwertigen Billigsystemen.
DUH ver?ffentlicht weitere Fakten zu
T?V-Untersuchungen ?ber Wirksamkeitsunterschiede von Marken- und
Billigfiltern - betroffene Unternehmen wollten Ver?ffentlichung mit
rechtlichen Schritten verhindern - Messergebnisse und Reaktion der
Unternehmen zeigen Notwendigkeit unabh?ngiger Wirksamkeitskontrollen
von Partikelminderungssystemen unter realen Bedingungen und
regelm??ige Funktionst?chtigkeitspr?fungen bei Abgasuntersuchungen

17. August 2007: Die durch eine DUH-Ver?ffentlichung ausgel?ste
Auseinandersetzung ?ber dramatische Qualit?tsunterschiede der in
Diesel-Pkw eingebauten Nachr?st-Filtersysteme spitzt sich zu. Die
Unternehmen GAT und Bosal, deren Produkte bei Funktionspr?fungen des
T?V S?d als einzige schlecht abschnitten, reagierten mit der
Androhung bzw. Einleitung rechtlicher Schritte. Der Streit ?ber die
Filtertechnik eskaliert f?nf Wochen vor einer entscheidenden
Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Das h?chste
Verwaltungsgericht will dann ?ber eine von der DUH unterst?tzte
Musterklage von Anwohnern zur Durchsetzbarkeit weitreichender
Fahrverbote f?r Dieselstinker entscheiden.

Eine ultimative Aufforderung der Firma Bosal, eine
"Gegendarstellung" zu ver?ffentlichen, wies die DUH umgehend als
rechtlich wie inhaltlich unbegr?ndet zur?ck. Da Bosal und GAT
erkennbar beabsichtigen, ihre im Vergleichstest durchgefallenen
Systeme weiterhin zu vertreiben, ver?ffentlicht die DUH nun
zus?tzliche Testergebnisse und Bewertungen des T?V S?d. Sie sollen
nachr?stwilligen Diesel-Pkw Besitzern und Werkst?tten als
Orientierung dienen. Dar?ber hinaus wird die DUH in den kommenden
Wochen bei Testbesuchen in Autoh?usern, freien Werkst?tten und im
Autoteilehandel pr?fen, welche Systeme dort angeboten bzw. verbaut
werden.

"Das Kfz-Handwerk ist aufgefordert, nur solche
Partikelminderungs-Systeme zu verbauen, deren Wirksamkeit bei
unabh?ngigen Tests best?tigt wurde", sagte DUH-Bundesgesch?ftsf?hrer
J?rgen Resch. Die steuerliche F?rderung der Nachr?stung ohne
ausreichende Kontrolle durch die ?ffentliche Hand f?hre
offensichtlich dazu, dass minderwertige Billigsysteme auf den Markt
kommen, die nur ?ber eine unzureichende Filterwirkung verf?gen.

Die DUH ver?ffentlichte am vergangenen Montag erste Ergebnisse
zweier vom T?V S?d in Garching vorgenommenen Produktvergleiche f?r
Nachr?st-Dieselpartikelfilter und legt nun weitere Ergebnisse aus
diesem von unabh?ngiger Stelle (Auftraggeber ist die Auto-Teile-Ring
GmbH in Stuttgart - ATR) initiierten Produktvergleich vor. Getestet
wurden jeweils f?nf unterschiedliche Nachr?stsysteme f?r den Audi A6
2.5 TDI sowie den VW Golf TDI. Im Ergebnis zeigen sich dramatische
Qualit?tsunterschiede: W?hrend die drei Marken-Nachr?stsysteme von
HJS, Twintec sowie Volkswagen bzw. Audi in dem vom T?V gew?hlten
Pr?fzyklus eine Minderungsquote von 48 bis 70 Prozent erreichten,
scheiterte das Bosal-System mit einer Partikelminderung von nur 21
Prozent (Audi) bzw. 29 Prozent (VW) sowie der GAT Eurokat mit nur 18
Prozent (Audi) bzw. 20 Prozent (VW) Partikelminderung. In der
Bewertung schreiben die Pr?fer des T?V S?d: "Die Systeme von Bosal
und GAT Eurokat erf?llen nicht die gesetzlich festgelegten
Partikelgrenzwerte, die zum Erreichen der Partikelminderungsstufe PM
2 vorgeschrieben sind. Die Partikelgrenzwerte werden ?berschritten
und die vorgeschriebene Partikelminderung von mind. 30% wird nicht
erreicht."

Dar?ber hinaus vermerkt der T?V-Pr?fbericht zum
Bosal-Nachr?stsystem f?r den Audi A6: "des weiteren ist der
Bosal-Partikelfilter nicht ohne Schwei?aufwand fachgerecht
montierbar, da ein Halter an der falschen Stelle montiert ist".
Schlie?lich hei?t es: "Optischer Eindruck: unzureichend". Alarmierend
sind die Abweichungen beim Abgasgegendruck: Der Bosal-Nachr?stfilter
ver?ndert den Abgasgegendruck in den Vergleichstests um 147 Prozent
(Audi) bzw. 172 Prozent (VW), einen noch h?heren Wert ergab die
Pr?fung des GAT-Nachr?stfilters beim VW Golf mit 188 Prozent Zunahme
des Abgasgegendrucks.

Die Firma Bosal wirft dem T?V S?d in einer Pressemitteilung vom
16. August vor, "ein fehlerhaftes Gutachten" angefertigt zu haben,
das mit "massiven Pr?f- und Messfehlern" behaftet sei. Gegen?ber der
DUH steht der T?V S?d jedoch ausdr?cklich zu seinen Ergebnissen. Als
Beleg f?hrt Bosal u. a. an, der mit dem Audi A6 getestete
Bosal-Filter sei nicht f?r ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe
geeignet. Knapp zwei Wochen nach Durchf?hrung des Audi-Tests
(T?V-Pr?fbericht vom 29.6.2007) weist Bosal in seinem Online-Katalog
vom 11.7.2007 tats?chlich den passenden Nachr?stfilter nur f?r
Fahrzeuge mit Schaltgetriebe aus. Der DUH liegt allerdings ein
Katalogauszug vom 25. Januar 2007 vor, in dem Bosal ausdr?cklich
denselben Filter mit der identischen Bestellnummer auch f?r den A6
mit Automatikgetriebe auflistet. Dar?ber weist die ABE des
Kraftfahrtbundesamtes keinerlei Einschr?nkung des Bosal-Systems
hinsichtlich der Getriebeausf?hrung aus.

Resch: "Wir m?ssen sicherstellen, dass die insgesamt 800 Millionen
Euro F?rderung zur schnellen Nachr?stung von Dieselstinkern mit gut
funktionierenden Dieselpartikelfiltern korrekt eingesetzt werden. Die
Filter m?ssen nicht nur den Zulassungstest bestehen, sondern auch im
realen Autoleben, vor allem in den Innenst?dten funktionieren, wo die
meisten Menschen leben. Nicht oder unzureichend funktionierende
Filter m?ssen sofort vom Markt verschwinden." Die DUH fordert
Umweltminister Gabriel auf, anl?sslich der erschreckenden
T?V-Pr?fergebnisse geeignete Kontrollmessungen der steuerlich
gef?rderten Partikelminderungssysteme durch seine Fachbeh?rden zu
veranlassen. Dar?ber hinaus sei es dringend erforderlich,
aussagekr?ftige Messungen der Partikelemissionen ins Pr?fprogramm der
routinem??igen Abgasuntersuchungen (AU) aufzunehmen.

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