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NABU fordert Mindestkriterien zur Herstellung und Nutzung von B

20 Januar, 2007

Der NABU hat zum Start der Internationalen Gr?nen Woche in Berlin vor ?berzogenen Erwartungen an der Nutzung von Biomasse als Kraftstoff gewarnt. Angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels und der Abh?ngigkeit von Erd?limporten, k?nnten und m?ssten Biokraftstoffe einen entscheidenden Beitrag zur Kraftstoffbereitstellung leisten. "Sie sind aber kein Allheilmittel zur Senkung der Klimabelastung im Automobilsektor", warnte Olaf Tschimpke, Pr?sident des NABU.


Eine Strategie zur Senkung der Klimagasbelastung durch den
Kfz-Verkehr m?sse den Gesamtverbrauch der Fahrzeuge ber?cksichtigen.
"Biokraftstoffe k?nnen nur in Kombination mit deutlich sparsameren
Fahrzeugen zu einer h?heren Klimavertr?glichkeit des Verkehrs
beitragen", so Tschimpke. Der NABU-Pr?sident forderte
EU-Industriekommissar Verheugen und Bundesumweltminister Gabriel auf,
der Automobilindustrie weder zum aktuellen noch zu zuk?nftigen
CO2-Reduktionszielen die Verwendung von Biokraftstoffen anteilig als
Gutschriften anzurechnen. Der Klimagasaussto? von Neufahrzeugen m?sse
in den n?chsten f?nf Jahren um mindestens 25 Prozent reduziert
werden. "Deutschland hat mit der EU-Pr?sidentschaft die Chance, ein
Gesetzgebungsverfahren in Gang zu bringen, das verbindliche
Reduktionsziele in der EU bereits ab 2009 vorschreibt", sagte
Tschimpke.

Der k?rzlich vorgestellte EU-Fortschrittsbericht zur
Biokraftstoffrichtlinie schlage zwar ein realistisches Ausbauziel von
10 Prozent Biokraftstoffen am Gesamtkraftstoffmarkt bis zum Jahr 2020
vor. "Es wurden aber keine ?kologische Mindestkriterien zur
Herstellung definiert", bem?ngelte der NABU-Pr?sident. "Es ist zu
bef?rchten, dass die Mineral?lkonzerne auf vergleichsweise g?nstiges
Palm?l und Ethanol auf dem Weltmarkt zur?ckgreifen und damit den
Druck auf tropische Regenw?lder dramatisch erh?hen", so Tschimpke.
Notwendig seien ein international wirksames Zertifizierungssystem
sowie eine anspruchsvolle Nachhaltigkeitsverordnung zum
Biokraftstoffquotengesetz. "Wir machen uns etwas vor, wenn wir
Biokraftstoffe per se als "gr?ne Energie" bezeichnen. Sie sind dies
nur dann, wenn sie eine positive ?ko- und Energiebilanz aufweisen",
sagte Tschimpke.

Im Internet zu finden unter

www.NABU.de

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